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95‑Euro‑Strafe am Klippitztörl: Ausflug endet für Ehepaar unerwartet, Nachbesserung angekündigtAusgabe 23 | Mittwoch, 3. Juni 2026

Parkgebühr am Klippitztörl sorgt für Diskussionen: Ein älteres Paar wurde mit 95 Euro abgestraft, weil es den QR‑Code‑Parktarif nicht bemerkte. Manfred Stückler von der Klippitztörl-Touristik kündigt Verbesserungen, Gratisstunden und zusätzliche Schilder an.

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Klippitztörl. Was als gemütlicher Ausflug geplant war, endete für ein älteres Lavanttaler Ehepaar mit einer unerwarteten Überraschung: einer 95‑Euro‑Strafe wegen Parkens ohne Parkschein am Klippitztörl. Eigentlich wollten die beiden nur den Ameisenlehrpfad erkunden, ein paar Stunden frische Bergluft genießen und die Natur erleben. 

Doch ein paar Tage nach dem Almbesuch flatterte ein Schreiben ins Haus, in dem das Ehepaar aufgefordert wurde, eine Parkstrafe von 95 Euro zu bezahlen. »Wir haben nicht gewusst, dass am Klippitztörl eine Parkgebühr eingehoben wird. Wir sahen am Parkplatz auch keinen Parkscheinautomaten«, erzählen sie.

»Ich bin über 70 und nicht so fit mit dem Handy. Ich wünsche mir einen Parkscheinautomaten«
Eine Pensionistin zur Einhebung von Parkgebühren

Tatsächlich wird seit Dezember 2025 auf mehreren Parkplätzen am Klippitztörl eine Parkgebühr von zwei Euro pro Tag eingehoben – gültig bis 1. November. Zwischen 22 und 7 Uhr gilt zudem ein generelles Nachtparkverbot. Verantwortlich dafür ist das Unternehmen Avantpark, das im Dezember 2025 die Parkraumbewirtschaftung übernommen hat.  

Manfred Stückler, Betriebsleiter am Klippitztörl, erklärt die Hintergründe: »Wir haben die Parkplätze an Avantpark verpachtet, weil immer wieder Autos tagelang oder sogar eine ganze Woche stehen geblieben sind. Das hat vor allem im Winter die Schneeräumung massiv erschwert.« Jahrelang habe man versucht, das Nachtparkverbot mit Schildern und Gesprächen durchzusetzen – ohne Strafen. »Aber das hat niemanden interessiert. Irgendwann mussten wir handeln«, so Stückler.

Daher stehen an den Parkplätzen nun mehrere Hinweistafeln, die über Parkgebühr und Nachtparkverbot informieren. Die Bezahlung ist ausschließlich digital möglich: per App, die über einen QR‑Code auf den Schildern heruntergeladen werden muss. Genau das sorgt jedoch für Kritik – vor allem bei älteren Besuchern.  Die Lavanttalerin, die nun zur Kasse gebeten wurde, sprich Strafe zahlen musste, bringt es auf den Punkt: »Ich bin über 70 und nicht so fit mit dem Handy. Damit komme ich nicht zurecht. Ich würde mir einen Parkscheinautomaten wünschen.«

Stückler kennt die Beschwerden von Gästen und Hüttenbetreibern: »Wir wissen, dass die Umstellung für manche schwierig ist. Deshalb arbeiten wir an Verbesserungen.« Ein Vorschlag liegt bereits auf dem Tisch und soll in den kommenden Tagen umgesetzt werden: Die ersten drei Stunden sollen gratis sein, damit Gäste ohne Zeitdruck einkehren oder kurze Wanderungen unternehmen können. Danach soll die Tagesgebühr fünf Euro betragen. »Um das zu ermöglichen, verzichten wir sogar auf die Pacht, die wir von Avantpark erhalten«, berichtet Stückler. Der Vorschlag muss allerdings noch von Avantpark abgesegnet werden.

Auch die Beschilderung soll weiter verbessert werden. »Ich weiß, dass es am Anfang schwer ist, weil viele gewohnt waren, hier gratis zu parken«, zeigt Stückler Verständnis. Gleichzeitig betont er, dass es mehrere kostenlose Alternativen gibt: etwa den Parkplatz bei der Sommerrodelbahn, die Abstellflächen an der Straße vor der Schwarzkogelhütte oder die Busparkplätze bei der Seetalerhütte.

Für das Ehepaar kommt diese Information zu spät – die Strafe ist bereits bezahlt. Doch sie hoffen, dass künftig klarer ersichtlich ist, wo und wie man bezahlen muss.

Immerhin: Ab 1. November, mit Beginn des Winterbetriebs, fällt die Parkgebühr wieder weg. Dann kehrt für einige Monate Ruhe ein.

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