Haus-, Bio- und Sperrmüll sind kein Fall für die Altstoffsammelstellen, aber nicht jeden schert dasAusgabe 15 | Mittwoch, 8. April 2020

Schwarze Schafe, die sämtlichen Hausmüll bei den Sammelstellen »entsorgen«, gab es schon immer. Verschärft die Coronakrise die Situation? Probleme gäbe es nur vereinzelt, sagen die Gemeinden. Wann Sammelzentren wieder öffnen, ist noch nicht entschieden.

E-Mail

0 Kommentare

Meist gelesen

Artikel

Lavanttal. In der Ausgabe Nr. 14 der Unterkärntner Nachrichten stellten wir auf unserer »Danke!«-Seite unter anderen Müllmann Johann Riedl aus Wolfsberg vor, der einen Appell an die Bürger richtete, nicht einfach sämtlichen Müll bei den Altstoffsammelstellen zu »entsorgen«. Die großen Sammelzentren des Lavanttals in St. Andrä und Hart sind derzeit aufgrund der geltenden Maßnahmen geschlossen, wie der Abfallwirtschaftsverband in einer Aussendung bekannt gab. Ebenso gibt es keine Annahme von Müll in den Bau- und Recyclinghöfen der Gemeinden. Verschärft die Coronakrise also die Situation? 

»Mir ist nichts bekannt«, sagt Wolfsbergs Umweltreferent Vizebürgermeister Ewald Mauritsch, »die Mitarbeiter des Bauhofs sind immer unterwegs und schauen, dass alles in Ordnung ist.« 100 große und kleine Altstoffsammelstellen gibt es im Gemeindegebiet von Wolfsberg. Mauritsch appelliert, Sperrmüll daheim zu lagern, bis eine Lösung gefunden ist.

Wohin mit dem Sperrmüll?

Auch in der Stadtgemeinde Bad St. Leonhard gibt es nur fallweise Probleme mit vermüllten Sammelstellen. »Wir haben eine Sammelstelle direkt an einer Hauptstraße. Hier gibt es manchmal Probleme, das ist aber unabhängig von der jetzigen Situation«, erklärt Gemeindemitarbeiter Manfred Stückler. Was aber sehr wohl ansteigt, sind Anfragen der Bürger zum Thema Sperrmüllentsorgung.  »Die Bürger haben jetzt einerseits mehr Zeit zum Räumen und viele haben außerdem den jährlichen Osterputz gemacht«, weiß Stückler.

In der Stadtgemeinde St. Andrä hält sich das Problem mit vermüllten Sammelstellen ebenfalls in Grenzen, wie Umweltstadtrat Heinz Schlatte betont. Die St. Andräer haben in der Zeit der Ausgangsbeschränkungen außerdem die Möglichkeit, schwarze Säcke zur hauseigenen Mülltonne dazuzustellen. Diese werden derzeit ausnahmsweise ebenfalls von der Entsorgungsfirma mitgenommen. »Die Kosten dafür übernimmt die Gemeinde. So wollen wir Müllablagerungen verhindern«, erklärt Schlatte. Sperrmüll, Sondermüll und Silofolien müssen aber auch die St. Andräer daheim lagern, bis die Sammelzentren wieder öffnen können. Wann dies der Fall sein wird, ist noch nicht entschieden. Jeden Dienstagnachmittag tauschen sich die Lavanttaler Bürgermeister über verschiedene Themen im Zusammenhang mit der Coronakrise aus, dabei steht auch immer das Thema Müllentsorgung auf der Agenda. 

Koordiniert wird dieser Austausch von Wolfsbergs Bezirkshauptmann Georg Fejan: »Es ist eine Entscheidung der Gemeinden, wann sie die Bauhöfe wieder öffnen.« Befürchtet wird, dass es bei einer Öffnung aufgrund der vielen Anfragen zu einem großen Andrang käme, der sich mit den geltenden Maßnahmen nicht vereinbaren ließe. 

0 Kommentare Kommentieren

Keine Kommentare gefunden!

Liebe Leserinnen und Leser, in diesem Kommentarbereich prüfen wir alle Beiträge, bevor sie veröffentlicht werden. Ihr Kommentar erscheint, sobald er gesichtet wurde.

Bitte melden Sie sich an, um die Beiträge zu lesen oder zu kommentieren.AnmeldenHier Registrieren