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Klagenfurt, Wolfsberg. Ab Jänner stellt das Land Kärnten die Übergangspflege Schritt für Schritt neu auf. Ziel ist ein geordneter, sicherer und wirksamer Übergang von Patienten nach einem Krankenhausaufenthalt zurück in das eigene Zuhause. Künftig wird die Übergangspflege auch direkt an die Kärntner Spitäler angebunden und dort mit medizinischer und therapeutischer Betreuung angeboten.
In einem ersten Schritt entstehen heuer in den Spitälern des Krankenhauserhalters Kabeg 31 Übergangspflegebetten, im LKH Wolfsberg sind acht Betten vorgesehen. In weiterer Folge wird das Angebot auf insgesamt 40 Betten in der Kabeg ausgebaut.
Gesundheitslandesrätin Beate Prettner (SPÖ): »Übergangspflege ist eine zentrale Brücke nach einem Akutaufenthalt im Krankenhaus, um Menschen wieder zu mobilisieren, zu stabilisieren und eine Rückkehr in den häuslichen Bereich zu ermöglichen.« Bislang wurde die Übergangspflege in Kärnten in Pflegeheimen angeboten, ohne therapeutische Leistungen wie z. B. Physio- oder Ergotherapie. Gleichzeitig gab es Fälle, in denen Patienten, die keine Akutversorgung mehr benötigten, weiterhin wertvolle Akutbetten in den Krankenhäusern belegten, weil eine Rückkehr nach Hause noch nicht möglich war und es begrenzte Kapazitäten in den Pflegeheimen gab.
Finanziert wird die neue Übergangspflege über Strukturmittel des Kärntner Gesundheitsfonds, der heuer zwei Millionen Euro reserviert hat. Die therapeutischen Leistungen werden von der Sozialversicherung getragen. Johann Lintner, Leiter der ÖGK-Landesstelle Kärnten: »Therapeutische Leistungen sind ein wesentlicher Bestandteil der neuen Übergangspflege, um die Mobilisierung und Stabilisierung der Patienten für eine sichere Rückkehr in die eigenen vier Wände zu gewährleisten.«
Die Beantragung für einen Platz in der Übergangspflege erfolgt direkt über das Krankenhaus.

Von Unterkärntner Nachrichten Redaktion
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