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Drau-Uferreinigung: 45 Freiwillige holten 280 Kilo Müll aus dem FlussAusgabe 35 | Donnerstag, 27. August 2026

Bei spätsommerlichem Wetter machten sich am Samstag, 22. August, 45 engagierte Paddler auf den Weg, um die Drau zu säubern. Bereits zum fünften Mal wurde die Uferreinigung per Stand-up-Paddle (SUP), Kajak und Kanu durchgeführt – eine Aktion, die sich inzwischen zu einem festen Bestandteil regionaler Umweltinitiativen entwickelt hat.

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Lavamünd. Bemerkenswert war die internationale Beteiligung: Eine Delegation aus Slowenien unter der Leitung von Miha Vivoda vom Umweltverein »Naredi Nekaj za Naravo – NNN« unterstützte die Aktion ebenso wie Vertreter aus Tourismus und Wassersport. Unter ihnen befanden sich Robert Karlhofer, Geschäftsführer der Tourismusregion Klopeiner See-Südkärnten-Lavanttal, sowie Daniel Rebernik vom Draupaddelweg und Claudia Tscherne, die das Interreg-Projekt »Nature friendly rowing« betreut.

Für die Sicherheit sorgten Teams der Wasserrettung aus St. Andrä, Wolfsberg, St. Paul und Lavamünd. Mit zwei Booten wurden schwere Fundstücke direkt aus dem Wasser geborgen und ans Ufer gebracht. 

Einwegpfand zeigt Wirkung

Ein klarer Trend wurde bei der Reinigung in diesem Jahr sichtbar: Seit Einführung des Einwegpfands Anfang 2025 sind Dosen und Plastikflaschen deutlich seltener zu finden. In diesem Jahr wurde keine einzige Pfandflasche aus jüngerer Produktion entdeckt. Stattdessen stammten die gefundenen Gebinde aus Zeiten vor dem Pfandsystem – ein Hinweis darauf, dass die Maßnahme wirkt.

Insgesamt wurden 280 Kilo Müll gesammelt und dem Abfallwirtschaftsverband Lavanttal übergeben. Geschäftsführer Markus Kleinszig bestätigte die fachgerechte Verwertung. Alteisen, Kanister, Freizeitgegenstände und Kunststoffreste prägten das Bild der Fundstücke. Beim abschließenden Grillbuffet im Restaurant Laquamünd sorgten die Jugendband »Ghetto Labot« und DJ BeeGee für eine lockere Atmosphäre. Auch viele Bewohner der Region nutzten die Gelegenheit, den Tag gemeinsam ausklingen zu lassen.

St. Pauls Bürgermeister Stefan Salzmann, der die Aktion seit Jahren als Privatperson organisiert, meinte: »Nachdem es auf den Bergen durch den Alpenverein und  die Naturfreunde sowie an den Seen bereits Flurreinigungen gibt, aber an den Flüssen bislang in unserer Gegend noch nicht, habe ich mich entschieden, etwas zu tun. Und so ist die Idee zu den jährlichen SUP-Draureinigungen entstanden.«

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