Hebalm-Projekt war der Auslöser: Preitenegg ist nach 13 Jahren beim Regionalmanagement dabei Ausgabe 51 | Mittwoch, 18. Dezember 2019

Weil es ohne Mitgliedschaft keine Leader-Förderung gibt, entschied sich die Gemeinde zum Beitritt zum RML. Von allen Mitgliedern kam grünes Licht, die Aufnahme wurde von der Generalversammlung bereits beschlossen. Damit ist das Tal geschlossen vertreten.

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Unterkärntner Nachrichten Redakteur Horst Kakl Von Horst Kakl kaklno@spamunterkaerntner.at
Im Preitenegger Gemeindeamt hat ein Umdenken stattgefunden. War man früher von der Notwendigkeit der Mitgliedschaft im RML nicht überzeugt, ist die Gemeinde jetzt beigetreten. Damit sind alle neun Lavanttaler Gemeinden dabei. Dem RML wurden in der laufenden Periode 5,3 Millionen Euro Fördermittel zugesichert. Foto: Johann Jaritz/Wikipedia

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Preitenegg. Es hat ein paar Jahre gedauert, aber jetzt ist auch die Gemeinde Preitenegg im Regionalmanagement Lavanttal (RML) angekommen. Der Anlass: Das Langlaufzentrum auf der Hebalm, für das finanzielle Förderungen benötigt werden. Und ohne Mitgliedschaft im RML können sie nicht fließen.

Zuletzt hatten sich sämtliche Gemeinden des Lavanttals mit der Frage befassen müssen, ob sie der Aufnahme von Preitenegg zustimmen. Aus allen Stadträten und Gemeindevorständen kam grünes Licht. Daher wurde kürzlich in der Generalversammlung der Vereinigung der Neueintritt beschlossen, Preitenegg ist nun dabei.
»Es ist sehr erfreulich, dass dieser weiße Fleck jetzt beseitigt ist«, sagt Margit Thonhauser, Geschäftsführerin des RML. »Ich denke, nun wurde auch in Preitenegg erkannt, dass es besser ist, wenn man in der Region verankert ist.« Auf die Frage, ob die Gemeinde nicht nur wegen der in Aussicht stehenden Förderung eingetreten sei, sagt Thonhauser: »Das müssen Sie die Zuständigen in Preitenegg fragen. Vielleicht war das Projekt auf der Hebalm ein Grund, aber es war sicher nicht nur deswegen.«

Der Preitenegger Bürgermeister Franz Kogler (ÖVP) sagt: »Wir sind bei der Gründung nicht beigetreten, weil das RML damals nur auf Tourismus ausgelegt war. Jetzt macht es wegen der Koralmbahn und der Hebalm für uns Sinn.« Amtsleiter Werner Dohr meint zu den Beweggründen des Eintritts: »Weil wir nicht dabei waren, waren wir auch von den Leader-Projekten im Lavanttal ausgeschlossen. Für das Langlauf-Zentrum auf der Hebalm wollen wir aber Förderungen lukrieren, deshalb macht der Eintritt jetzt für uns Sinn.«

Der RML wurde 2006 aus der Taufe gehoben, von den neun Lavanttaler Gemeinden waren acht dabei – nur Preitenegg nicht. Warum? »Damals hätten sich für uns keine Synergien ergeben«, sagt Dohr, »unsere Gemeinde hätte nichts davon gehabt. Daher haben wir es vorgezogen, jene Summen, die wir als Mitgliedsbeitrag hätten zahlen müssen, in unseren Fremdenverkehr zu investieren.« Jetzt habe sich die Lage geändert.

Nun ist es aber nicht so, dass Preitenegg keinerlei Leistung zu erbringen hat. Für die jüngste Förderperiode der Leader-Projekte sind die Mitgliedsbeiträge nachzuzahlen. Laut Kogler handelt es sich um 1.000 Euro pro Jahr.

»Bei der RML-Gründung hätten sich für uns keine Synergien ergeben, daher waren wir nicht dabei«
Werner Dohr, Amtsleiter von Preitenegg

Zu Beginn des Jahrtausends  wurde die Idee geboren, das Regionalmanagement zu gründen, dem alle Gemeinden als Gesellschafter angehören sollten. Als Geschäftsfelder wurden die Bereiche Infrastruktur, Wirtschaft, Tourismus, Bildung, Soziales und Umwelt festgelegt. Zum Gesellschaftsvertrag wurde ein gesonderter Syndikatsvertrag ausgearbeitet, in dem  festgehalten wurde, dass eine Kommune nicht verpflichtet ist, an gemeindeübergreifenden Tourismus- oder Wirtschaftsprojekten Beiträge zu leisten, wenn sie nicht selbst betroffen ist.

Das RML ist seither erfolgreich unterwegs. So wurde laut der RML-Homepage bei Leader-Projekten in der Förderperiode 2014 bis 2020 ein Budget von 5,3 Millionen Euro zugesichert. Darunter befanden sich das Radkompetenz-Zentrum Lavanttal in St. Paul mit einer Förderung von 100.000 Euro oder der Erlebnisrundweg-Aussichtsfelsen Berensteiner Ofen in St. Georgen mit weiteren 100.000 Euro.

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