Den Forschergeist der Schüler fordert Alfons Rass mit seiner NAWI-Challenge auch in der CoronakriseAusgabe 20 | Mittwoch, 13. Mai 2020

Um die Motivation von Volks- und Mittelschülern am Forschen zu steigern, veranstaltete Lehrer Alfons Rass im Vorjahr an der NMS St. Paul zum ersten Mal einen naturwissenschaftlichen Wettbewerb – die NAWI-Challenge. Heuer findet sie in geänderter Form statt.

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Unterkärntner Nachrichten Redakteurin Simone Jäger Von Simone Jäger jaegerno@spamunterkaerntner.at
Der St. Georgener Alfons Rass ist seit 1996 Lehrer und unterrichtet unter anderem an der NMS St. Paul. Im Vorjahr rief er die NAWI-Challenge ins Leben. Foto: KK

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St. Georgen, St. Paul. 29 Klassen aus Volksschulen und Neuen Mittelschulen (NMS) aus fast dem ganzen Lavanttal nahmen im Vorjahr an der von Alfons Rass initiierten NAWI-Challenge teil. Das große Finale fand im Mai 2019 an der NMS St. Paul statt. An dieser Schule unterrichtet der aus St. Georgen stammende Sonderpädagoge Rass seit dem Jahr 2014 alle Fächer, in erster Linie aber Mathematik. »Zusätzlich unterrichte ich das Fach ›Naturwissenschaftliches Experimentieren‹ an den Volksschulen Bad St. Leonhard, St. Paul, Wolfsberg und St. Stefan«, ergänzt der 48-Jährige. 

Um die Motivation von Volks- und Mittelschülern am Forschen zu steigern, rief Rass die NAWI-Challenge ins Leben. »Begeisterung zu wecken ist uns besonders auch an unserer Schule wichtig. Alle Klassen der NMS St. Paul nehmen an der Challenge teil«, so Rass. Gab es im Vorjahr mehrere Vorrunden und ein großes Finale, steht der Wettbewerb heuer unter gänzlich anderen Voraussetzungen. Doch trotz Coronakrise und den damit einhergehenden Schulschließungen, hat Rass einen Weg gefunden, die NAWI-Challenge fortzuführen: »Grundsätzlich zieht sich die Challenge über das gesamte Schuljahr. Während der Schulschließungen sind die Aufträge so angelegt, dass die Forschenden sie zu Hause umsetzen können.« Die besten Ergebnisse werden eingereicht und von einer unabhängigen Jury bewertet. »Das für Ende Mai geplante große Forscherfest mit vielen Experimentier-Stationen muss leider entfallen. Wir möchten es aber unbedingt im nächsten Jahr nachholen«, ergänzt Rass. Eine Preisverleihung soll es aber auf alle Fälle geben: »Diese wird natürlich an die aktuelle Situation angepasst.« Derzeit sind noch knapp 30 Klassen im Rennen um den Sieg. »Viele Kinder arbeiten mit Feuereifer an den Aufgaben. Diese Begeisterung muss unbedingt erhalten und belohnt werden. Außerdem bringen die Forscheraufträge Abwechslung in den Alltag der Kinder«, ist Rass überzeugt. Auch die Sponsoren halten trotz der schwierigen wirtschaftlichen Lage an der Challenge fest.

Persönlich freut sich der Pädagoge besonders darauf, dass er ab 18. Mai (Öffnungstermin der Bundesregierung für Volks-, Mittel- und Sonderschulen sowie AHS-Unterstufe) wieder in die Klassen zurückkehren kann. Die Zeit bis dahin nutzte und nutzt der zweifache Vater für Bewegung an der frischen Luft und Online-Fortbildungen: »Meine Schüler versuche ich im Distance-Learning mit einem Mix aus analogen und digitalen Aufgaben bestmöglich zu betreuen. Für meine Forscherklassen in den Volksschulen habe ich Videoanleitungen zu einfachen Versuchen gestaltet.«

Ihm ist es wichtig, dass Kinder die Neugierde und Freude am Forschen bewahren und sich in ihnen eine positive Einstellung zu Naturwissenschaften festigt.

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