IT-Experte Christian Baumgartner darf sich über die Auszeichnung »Polizist des Jahres« freuenAusgabe 43 | Mittwoch, 21. Oktober 2020

Der 48-jährige Christian Baumgartner ist IT-Experte der Wolfsberger Polizei. Kürzlich wurde er zum »Polizisten des Jahres« ernannt. Die steigende Anzahl an Cyberkriminalfällen liege darin, dass immer neue Methoden auftauchen, die alten aber nicht verschwinden.

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Unterkärntner Nachrichten Redakteur Philipp Tripolt Von Philipp Tripolt tripoltno@spamunterkaerntner.at
Als IT-Experte ist Christian Baumgartner auch in seinem privaten Umfeld meist der Ansprechpartner Nummer eins, wenn technische Fragen auftauchen. Foto: LPD

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Wolfsberg. Der Wolfsberger Gruppeninspektor Christian Baumgartner darf sich über die Auszeichnung »Polizist des Jahres 2019« freuen. »Es ist schön, dass die Arbeit, die man leistet, gehört, gesehen und auch gewürdigt wird. Andererseits bin ich fast beschämt, da mir so viele Leute gratuliert haben. Ich bin niemand, der die Öffentlichkeit sucht«, zeigt sich Christian Baumgartner bescheiden.

Zur Polizei gekommen ist der 48-Jährige eher durch einen Zufall: »Es war weder ein Kindheitstraum von mir, noch hatte ich Bekannte bei der Polizei. Während meiner Zeit beim Bundesheer hat ein Kollege zu mir gemeint, dass ich mich bei der Gendarmerie bewerben soll, weil das etwas für mich sei.«

Nach der Aufnahmeprüfung war Baumgartner einer von 25 Leuten, die aufgenommen worden sind – von rund 1.000 Bewerbern. »Nach der Ausbildung in der Gendarmerie-Schule in Krumpendorf, habe ich am 1. Dezember 1993 meinen Dienst bei der heutigen Polizeiinspektion Wolfsberg angetreten«, blickt Baumgartner zurück.

Heute, rund 27 Jahre später, gilt Christian Baumgartner als IT-Experte bei der Polizei. »Eine leichte ›Infektion‹ muss man für diese Thematik mitbringen. Ich habe zum Beispiel früher schon gerne Computer zusammengebaut und hatte eine irrsinnige Freude, wenn die Geräte dann funktioniert haben«, lacht der Gruppeninspektor.

»Wir sind tagtäglich Entwicklungen unterworfen. Die Frage ist, ob wir diese auch wahrnehmen«
Christian Baumgartner über die Cyber-Kriminalität

Wirklich begonnen hat seine IT-Ausbildung bei der Polizei im Jahr 2005: »Es wurden Trainer für das Protokollierungssystem der Polizei gesucht. Wie schon beim Bundesheer, hat mich auch hier wieder ein Kollege darauf aufmerksam gemacht, dass das etwas für mich sei.« Nach einer elfmonatigen Ausbildung in Graz hätte er dort auch bleiben sollen, aber: »Ich bin mit Stolz ein Lavanttaler, und Graz wäre nichts für mich gewesen.«

Cyber-Kriminalität
Immer stärker zu nimmt die Rate der Cyber-Kriminalfälle. Baumgartner: »Wir sind tagtäglich Entwicklungen unterworfen, aber die Frage ist, ob wir diese auch immer wahrnehmen. Wenn sich zum Beispiel die Facebook-Oberfläche ändert, ärgert das vielleicht einige, weil sie gewohnte Funktionen nicht sofort finden, aber das ermöglicht auch den Täterschaften neue Wege. Hinzu kommt, dass auch alte Formen wie Phishing-Mails immer wieder, wie Wellen, auftauchen.« Um solchen Fällen vorzubeugen, weist der IT-Experte auf die Präventionsvorträge der Polizei hin.

Auch im familiären Umfeld – Baumgartner ist verheiratet und Vater einer neunjährigen Tochter –  ist seine Expertise gefragt. »Ich beschäftige mich auch im privaten Bereich immer wieder mit der IT-Thematik. Dadurch, dass alles so schnelllebig ist, ist es auch wichtig, am neuesten Stand zu bleiben. Und ich kann meine Tochter bereits jetzt schrittweise vorbereiten«, so Baumgartner, der seit seinem sechsten Lebensjahr Gitarre spielt und mit der Formation »Die Lavanttaler« auf der Bühne steht.

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