Am 31. März endet die Ära von Valentin Blaschitz in Völkermarkt Ausgabe 11 | Mittwoch, 11. März 2020

Langzeit-Bürgermeister blickt auf insgesamt 41 Jahre in der Kommunalpolitik zurück.

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Völkermarkt. Dass er zurücktritt und das Amt an seinen Vizebürgermeister Markus Lakounigg übergibt, war schon lange kein Geheimnis mehr. 

41 Jahre Kommunalpolitik

Nun gab Völkermarkts Langzeit-Bürgermeister Valentin Blaschitz (SPÖ) auch den Zeitpunkt bekannt. »Ich stelle mein Amt mit 31. März 2020 zur Verfügung«, erklärte er im Rahmen einer Pressekonferenz in der vergangenen Woche. Nachsatz: »Ich wollte immer selbst bestimmen, wann für mich Schluss ist.« Schluss ist für ihn nun nach insgesamt 41 Jahren in der Kommunalpolitik, davon 29 Jahre als Bürgermeister der Stadtgemeinde Völkermarkt: »Ich möchte keinen Tag meiner 41 Jahre missen, obwohl nicht alles schön war. Man muss zu verschiedenen Entscheidungen stehen, auch bei Gegenwind.« Diesen Gegenwind gab es zum Beispiel beim Abbau des Skilifts am Lilienberg vor über zwanzig Jahren oder erst vor wenigen Jahren beim Bau des Einkaufszentrums »City Center«.

In Blaschitz’ Ära fallen etwa die Wildbachverbauung in Gattersdorf, die Umfahrung von Völkermarkt mit dem Lilienbergtunnel, die Errichtung des Interkommunalen Gewerbeparks oder die Zufahrt zur Firma Wild über eine eigene Brücke.

»Ich wollte immer selbst bestimmen, wann für mich Schluss ist«
Valentin Blaschitz
Bürgermeister

Das Übergabe-Prozedere an Lakounigg sieht folgendermaßen aus: Am 31. März wird der Vizebürgermeister von Blaschitz schriftlich darüber informiert, dass er alle Funktionen zur Verfügung stellt. Danach wird Lakounigg als geschäftsführender Vizebürgermeister zum ersten Ansprechpartner. Binnen vier Wochen muss er eine Gemeinderatssitzung einberufen, bei der geheim gewählt wird (die SPÖ hält die absolute Mehrheit im Gemeinderat). Wer Lakounigg als erster Vizebürgermeister nachfolgt und wie die Agenden aufgeteilt werden, wird wiederum  in einer eigenen Sitzung entschieden. Bei den regulären Gemeinderats- und Bürgermeisterwahlen 2021 muss sich Lakounigg dann wie jeder andere Kandidat auch der Wahl stellen.

»Werde mich nicht verstecken«

Blaschitz betonte, dass er eine »gut bestellte Gemeinde mit Rücklagen« übergibt und er nicht vorhabe, sich zu verstecken: »Ich werde natürlich weiterhin Veranstaltungen besuchen und die beiden ehrenamtlichen Funktionen als Vorstandsvorsitzender des AVS Kärnten und Vorsitzender der Regionalentwicklung Südkärnten bleiben mir erhalten.« Markus Lakounigg möchte sich als Bürgermeister darum bemühen, ein Hotel nach Völkermarkt zu bringen und die Bezirkshauptstadt noch mehr als Sportstadt zu etablieren. Außerdem will er den Ausbau des Breitbandinternets weiter forcieren.

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