"Schweigsamer Räuber kam mit auffälligen Schuhen"Ausgabe 2 | Donnerstag, 9. Januar 2020

Mit einer Pistole bedrohte ein Unbekannter am Dienstag gegen 2 Uhr morgens die Angestellte eines Wettbüros in Kleinedling. Kurz darauf suchte er mit kolportierten 10.000 Euro das Weite. Beschreibung: 1,80 Meter groß, schlank, Sportschuhe à la »Converse«.

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Kleinedling. Aus der schwarzen Vermummung stachen seine Sneakers-Sportschuhe, ähnlich jenen der bekannten Modemarke »Converse«, heraus: Am Dienstag, 7. Jänner, wurde gegen 2 Uhr morgens das Wettbüro »Admiral« im Wolfsberger Ortsteil Kleinedling von einem Unbekannten überfallen. Der Mann bedrohte die Angestellte mit einer Pistole, forderte sie auf, den Tresor zu öffnen und flüchtete mit kolportierten 10.000 Euro. Um sich anhand seiner Sprache nicht zu verraten, sprach er nicht in Sätzen, sondern in einzelnen Worten: »aufsperren!« und »schnell!« Trotz sofort eingeleiteter Alarmfahndung der Polizei samt Hubschraubereinsatz konnte der Räuber in der Dunkelheit untertauchen. 

Das Opfer beschrieb ihn so: Etwa 1,80 Meter groß und schlank. Er trug eine schwarze, verwaschene Jeans, eine schwarze Kapuzenjacke und die erwähnten Sneakers-Sportschuhe.  

Kleinedling. Er gebrauchte nur einzelne Wörter, um seine Herkunft anhand der Sprache nicht  zu verraten. Ein Maskierter hat am Dienstag, 7. Jänner, gegen 2 Uhr morgens das Wettbüro »Admiral« im Wolfsberger Ortsteil Kleinedling überfallen. Die Höhe seiner Beute gibt die Polizei nicht bekannt, die Fahndung läuft.

Es war kurz nach der Sperrstunde, als der bisher Unbekannte das Wettbüro betrat. In den Händen eine Faustfeuerwaffe und einen Plastiksack, steuerte er auf die Angestellte zu, die die Filiale eben verlassen wollte. Er richtete die Waffe – nach den Bildern der Überwachungskamera eine halbautomatische Pistole – auf die Frau und forderte sie auf, den Tresor aufzusperren. Nachdem sie ihm das darin befindliche Geld übergeben hatte, flüchtete der Mann. Die Polizei leitete eine Alarmfahndung ein, bei der auch der Polizeihubschrauber Libelle FLIR eingesetzt wurde. Vergebens. Der Räuber war in der Dunkelheit verschwunden.

Seine Beschreibung:  Etwa 1,80 Meter groß und schlank. Er trug eine schwarze, verwaschene Jeans, eine schwarze Kapuzenjacke und Sneakers-Sportschuhe, die jenen ähnelten, die die bekannte Modemarke »Converse« anbietet. Das Gesicht war mit einer schwarzen Maske vermummt (siehe Bilder oben).

Spürhund im Einsatz

Am Tag nach dem Überfall suchte ein Beamter mit einem Spürhund die Umgebung genau ab. Auf die Frage der Unterkärntner Nachrichten, ob es bereits eine Spur zum Täter gebe, hieß es aus der Polizei: »Nein.« Auch die Fluchtrichtung und ein eventuell dabei verwendetes Fahrzeug waren nicht bekannt. »Die Angestellte war geschockt und hat, nachdem der Täter das Geschäftslokal verlassen hatte, sofort die Polizei alarmiert. Dadurch konnte sie seine Flucht nicht beobachten«, so der Beamte. Über die Höhe der Beute – kolportiert werden mehr als 10.000 Euro – gab die Exekutive keine Auskunft: »Wir kennen die Summe, nennen sie aber nicht, denn wir wollen keine Nachahmer.« 

Auf die Frage, ob der Täter Dialekt gesprochen hat, sagt der Beamte: »Das wissen wir nicht. Er hat keine ganzen Sätze von sich gegeben, sondern nur einzelne Wörter, etwa ›schnell‹ oder ›aufsperren‹. Dadurch war für die Angestellte nicht erkennbar, ob er mit Lavanttaler Dialekt oder anders sprach.«

Zweite aufsehenerregende Tat

Der Überfall ist das zweite spektakuläre Verbrechen in Wolfsberg innerhalb weniger Monate. Wie berichtet war die Bankfiliale im Wolfsberger EUCO-Center in der Klagenfurter Straße am 25. Oktober 2019 Schauplatz einer Bankomat-Sprengung. Drei Verdächtige wurden unmittelbar nach der Tat gestoppt und verhaftet. Auch jetzt ist zu hoffen, dass der Polizei ein rascher Fahndungserfolg gelingt.

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