Gemeinsame Aktion von Polizei und Autofahrerclubs für mehr SicherheitAusgabe 46 | Mittwoch, 13. November 2019

Im Rahmen der Aktion »Helfen statt strafen« stoppten zwei Verkehrsstreifen am vergangenen Donnerstag Autofahrer in Wolfsberg, deren Fahrzeuge Beleuchtungsmängel aufwiesen. Diese wurden gratis behoben.

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Unterkärntner Nachrichten Redakteurin Simone Jäger Von Simone Jäger jaegerno@spamunterkaerntner.at
Bezirkspolizeikommandant-Stv. Johann Schranzer, Horst Svetnik, Gerhard Esterle, Arbö-Bezirksobmann Roland Lubetz, Maximilian Rachoinig (stehend, v. l.); Mathias Kollmann, Prüfzentrumsleiter Patrick Dornegger, Wolfgang Tatschl, Andreas Findenig (vorne v. l.). Foto: Jäger

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Wolfsberg. Um 17 Uhr begann die Aktion und es dauerte keine zwei Minuten, bis das erste »einäugige« Auto beim Arbö-Prüfzentrum in Wolfsberg Halt machte. Fast jedes Jahr machen Polizei und Autofahrerclubs (abwechselnd ÖAMTC und Arbö) in Wolfsberg gemeinsame Sache. Unter dem Motto »Helfen statt strafen« hielten am vergangenen Donnerstag zwei Verkehrsstreifen, die sich vor und nach dem Arbö in der Klagenfurter Straße positioniert hatten, jene Autofahrer auf, deren Fahrzeuge Beleuchtungsmängel aufwiesen. Diese wurden dann zum Prüfzentrum gelotst, wo die Mitarbeiter die  Lampen kostenlos austauschten.

Jetzt möchte man meinen, in Zeiten von LED-Scheinwerfern gehören Beleuchtungsmängel der Vergangenheit an, doch es gibt noch genug Kraftfahrzeuge, die mit Leuchtbirnen ausgestattet sind. 

72 Lampen in zwei Stunden

72 Lampen wurden im Aktionszeitraum von 17 bis 19 Uhr ausgetauscht. »Vor vier Jahren waren es 81 Lampen, vor zwei Jahren 54«, berichtet Prüfzentrumsleiter Patrick Dornegger. Heuer waren also wieder mehr »Einäugige« unterwegs, bei manchen Autos waren sogar gleich mehrere Lampen defekt.

In diesen beiden Stunden beobachtete die Polizei rund 1.300 vorbeifahrende Fahrzeuge. »Diese gemeinsame Aktion dient zur Hebung der Verkehrssicherheit und findet grundsätzlich jedes Jahr statt«, erklärt der stellvertretende Bezirkspolizeikommandant Johann Schranzer, »Sie wird auch von den Autofahrern sehr positiv aufgenommen.«

Was vielen Autofahrern oft nicht auffällt, ist, dass sie nur mit dem Standlicht unterwegs sind oder die Scheinwerfer falsch eingestellt haben. Beides Dinge, die gerade im Winter bei Dunkelheit und spiegelnden Straßen besonders gefährlich für einen selbst und die anderen Verkehrsteilnehmer sind.

Moral ist gestiegen

In den vergangenen Jahren ist laut Arbö-Bezirksobmann Roland Lubetz die Moral der Autofahrer aber grundsätzlich gestiegen, ihr Fahrzeug in Stand zu halten: »Die Leute sind interessierter, vor allem natürlich, wenn sie gerade ein neues Auto gekauft haben. Jeder ist außerdem gesetzlich verpflichtet, die Fahrtüchtigkeit seines Fahrzeugs vor jedem Fahrtantritt zu überprüfen.« Ein Organmandat wegen defekter Beleuchtung macht übrigens 25 Euro aus.

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