Plattform vernetzt freiwillige Helfer und Hilfesuchende im GesundheitsbereichAusgabe 14 | Mittwoch, 1. April 2020

Bei »match4healtchcare« können sich Medizinstudenten, die sich in der Krise engagieren wollen, mit Gesundheitseinrichtungen vernetzen. Der Lavanttaler Andreas Zehetner ist Co-Initiator der Plattform.

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Wolfsberg. Derzeit wird jede Ressource im Gesundheitssys-tem gebraucht. Eine Schlüsselrolle kommt dabei Medizinstudenten zu, die Unterstützung in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen leisten können. Über die neuartige Vernetzungs-plattform namens »match4health-care« werden Studierende und Auszubildende gezielt mit medizinischen Versorgungseinrichtungen in Verbindung gebracht, um in der aktuellen Krisensituation das Gesundheitssystem zu entlasten. »Angesichts der aktuellen Corona-Krise war es für mich selbstverständlich, im Rahmen meiner persönlichen Möglichkeiten einen Beitrag zu leisten. Ich musste aber schnell feststellen, dass es zwar unzählige Facebookgruppen von hilfsbereiten Studierenden gab, diese aber nicht gebündelt wurden«, beschreibt der Wolfsberger Andreas Zehetner, Medizinstudent und Co-Initiator der Plattform, die Entwicklung seiner Idee. Aktuell versuchen viele Institutionen über eigene Portale und Formulare mit Studierenden in Kontakt zu treten. Dieser Prozess ist aber oft ineffizient und von vielen Kommunikationshürden ge-prägt. Einrichtungen ohne direkten Bezug zu Universitätskliniken wie klassische Krankenhäuser, Pflegeheime, Pflegedienste oder Arztpraxen haben es schwer, Helfende organisiert anzusprechen

Start auf Facebook
Am 16. März begann alles als Idee auf Facebook: Gemeinsam mit vier weiteren Medizinstudenten gründete Zehetner die Plattform »medis vs. covid-19«. Und dann ging alles sehr schnell. Der Zuspruch  zur Facebook-Plattform war enorm, also wurde eilig die Website »match-4healthcare« programmiert und online gestellt. »Auf dieser Plattform suchen wir jetzt nicht nur Medizinstudierende, sondern generell jede Person, die helfen möchte. Personen, die im Gesundheitsbereich tätig sind, sind aber natürlich besonders relevant für diese Webseite«, so Zehetner. So meldeten sich bislang bereits 5.000 Menschen in Österreich und 20.000 in Deutschland – sie sollen nun mit Einrichtungen zusammengebracht werden, die Hilfe benötigen.

Die Plattform
»match4healthcare« ist eine nut-zerfreundliche Plattform, die das Angebot der Helfenden mit dem Bedarf der Hilfesuchenden verbindet. Die Plattform wurde ehrenamtlich und uneigennützig entwickelt und konnte im Rahmen des Hackathon »WirvsVirus« der deutschen Bundesregierung weitere Expertisen gewinnen. »Wir möchten mit der Plattform einen Beitrag zur Unterstützung des Gesundheitssystems leisten«, erklärt Andreas Zehetner.

Auf der Website www.match-4healthcare.eu können Helfende und Institutionen in Österreich und Deutschland registrieren und in den Austausch treten.

Andreas Zehetner
Andreas Zehetner legte 2012 die Matura am Stiftsgymnasium St. Paul ab und leiste danach seinen Zivildienst als Rettungssanitäter beim Roten Kreuz in Wolfsberg. Bereits von 2007 bis 2015 arbeitete er als Projektmanager bei »Creative die Werbeagentur« in Wolfsberg. Im Jahr 2015 begann Zehetner das Studium der Humanmedizin an der Comenius Universität Brati-slava, aktuell befindet er sich im zehnten Semester.

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