Innovative und umweltfreundliche Verpackungen aus Stroh und HanfAusgabe 45 | Mittwoch, 6. November 2019

Ein deutsches Start-up-Unternehmen hat Verpackungen, die zu 100 Prozent kompostierbar sind, zu einem aktuellen Thema gemacht. Auch im Lavanttal werden nachhaltige Verpackungen produziert.

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Unterkärntner Nachrichten Redakteur Philipp Tripolt Von Philipp Tripolt tripoltno@spamunterkaerntner.at
Das deutsche Start-up-Unternehmen »Landpack« entwickelte unter anderem Isolierverpackungen aus Stroh, die für den Versand von Lebensmitteln konzipiert wurden. Foto: Landpack

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Bayern, Lavanttal. Vor ein paar Jahren hat das deutsche Start-up-Unternehmen »Landpack« damit begonnen, nachhaltige und umweltfreundliche Verpackungen zu entwickeln und in weiterer Folge herzustellen. Die Isolierverpackungen bestehen aus reinem Stroh und weisen dabei die gleichen Leistungsdaten wie Styropor auf und sind insbesondere auf die Bedürfnisse von Lebensmittel-Versendern spezialisiert. Dem Portfolio des Unternehmens gehören inzwischen auch Produkte aus Hanf und Jute an. Neben den guten Isoliereigenschaften zählen zu den größten Vorteilen, die Tatsache, dass z. B. die »Landbox Bio« zu 100 Prozent kompostierbar ist, durch den modularen Aufbau sehr platzsparend ist und die Landboxen auch preisgünstiger sind als eine Styroporbox.

»Die Verwendung von nachwachsenden Rohstoffen ist generell positiv zu sehen«
Helga Leopold, Landwirtin

Stellt sich die Frage, ob man die Entwicklung bzw. den Einsatz solch umweltfreundlicher Verpackungen auch im Lavanttal erwarten kann. »Die Verwendung von nachwachsenden Rohstoffen im Verpackungsbereich ist generell positiv zu sehen. Stichwort: Bioplastik. Im Idealfall sollte es – wie das Stroh – kompostierbar sein«, sieht Landwirtin Helga Leopold die Vorteile.

Nachhaltigkeit in der Region
Mondi Frantschach stellt mit dem Einsatz von naturbraunem Papier bereits nachhaltige Tiefziehschalen für Schnittkäse her (die Unterkärntner Nachrichten berichteten am 19. Juni 2019). »Mit Mondi haben wir ein sehr innovatives Unternehmen im Lavanttal, das nachhaltige Verpackungslösungen anbietet. Es gibt sicher auch im Lavanttal Betriebe, die umweltfreundliche Verpackungsfüllmittel verwenden«, schätzt Helga Leopold die Situation in der Region ein.

Welche Entwicklungen es zukünftig gibt, lässt sich schwer abschätzen, aber »sehr spannend finde ich den Spezialmais, der vom Gewicht her leichter, aber als Popcorn großvolumiger ist als herkömmlicher Mais, und vor Ort zum Füllmaterial aufgepoppt werden kann«, sieht Leopold hier großes Potenzial.

Unabhängig davon, welche Entwicklungen es in der Verpackungsindustrie geben wird und welche Innovation sich noch ergeben, wünscht sich Helga Leopold ein schnelles Handeln der Menschen: »Nachdem unsere Welt förmlich in Plastik erstickt, muss rasch gehandelt werden. Unsere Molkerei bietet seit über einem Jahr wieder Milchglasflaschen an, was ausgesprochen gut ankommt. Noch heuer soll mit Einführung der Milchpfand-Flasche der nächste Schritt folgen. Dass man zum Einkaufen einen Einkaufskorb oder eine Stofftasche mithat, ist für die meisten zum Glück bereits das Normalste der Welt.

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