Mittwoch, 20. Juni 2018

Glücksspiel in Österreich – was sagen die Gesetze?

von Leserreporter Jutta Hasselmann, 01.02.2018

Glücksspiel erfreut sich weltweit großer Beliebtheit. Der Reiz der Gewinne und der Nervenkitzel locken die Spieler an. Bequem von zu Hause aus, kann gespielt und getippt werden. Dieser Bereich ist jedoch gesetzlich geregelt und je nach Land sind verschiedene Glücksspiele im Internet nicht legal. Doch genau dieser Pfad zwischen legal und illegal ist nicht einfach zu finden. Deshalb gilt es näher hinzuschauen, um nicht selbst ungesetzlich zu handeln.

Glücksspiel in Österreich

Um das Glücksspiel überhaupt im Internet anzubieten, ist eine Lizenz erforderlich, die in Europa ausgestellt wurde. Viele Anbieter haben daher Glücksspiellizenzen aus Gibraltar oder Malta. Dies hat den Hintergrund, dass Malta beispielsweise früh diesen Sektor für sich entdeckt hat. Eine Lizenz ist immer fünf Jahre gültig und muss anschließend verlängert werden. Bedeutet jedoch eine EU-Lizenz, dass Online-Glücksspiel in ganz Europa angeboten werden darf?

Nein, denn die Regelungen trifft jedes Land für sich. In Österreich gilt das Anbieten der meisten Glücksspiele als illegal. Zugelassen sind Unternehmen, die zu win2day gehören und staatliche Lotterien. Daraus ergibt sich, dass alle anderen Anbieter ihre Glücksspiele nicht gesetzlich anbieten und jeder der dort agiert sich strafbar macht. Doch wenn sich jemand das Glücksspiel-Angebot in Österreich anschaut, wird er schnell auf eine Vielzahl weiterer Anbieter stoßen. Besonders beliebt sind dabei vor allem Online-Slots. Wer dort tippt und spielt, wird kaum rechtliche Konsequenzen befürchten.

Illegales Glücksspiel in Österreich geduldet

Warum tritt in diesem Fall keine rechtliche Verfolgung ein? Diese Unternehmen zahlen ganz legal ihre Steuern an den Staat. In den Jahren zwischen 2011 und 2017 sind Schätzungen zufolge mindestens 155 Millionen Euro beim Staat gelandet. Die Nachforschungen einer Anwältin ergaben, dass es in Österreich mindestens 17 Anbieter gibt, die ganz normal ihre Steuern bezahlen, jedoch eigentlich als illegal gelten.

Dieses Phänomen gibt es nicht nur in Österreich. Auch in Deutschland sind Online-Casinos eigentlich verboten und dennoch werden diese geduldet, da sie Steuereinnahme generieren. Im Gesetz sind dafür 5 % des Einsatzes vorgeschrieben.

Stillschweigende Duldung?

In Österreich werden bereits seit vielen Jahren die Online Casinos geduldet. Nachträgliche Forderungen was die Steuern betrifft ergehen ebenso. Normalerweise kommt ein solches Unternehmen den Forderungen nach und erstattet häufig Selbstanzeige. So wird einem Entzug der Lizenz vorgebeugt. Jedoch schafft die Grauzone auch schwarze Schafe. Diese kommen der Forderung nicht nach, da sie darauf verweisen, dass sie in Österreich keine Steuern zahlen müssen. Aufgrund der illegalen Tätigkeit ist ein Strafverfahren schwer. Eine einfachere Handhabe gibt es, wenn Glücksspiel von staatlicher Seite genehmigt wird. Dann ist auch die Strafverfolgung geregelt.


Leserreporter Jutta Hasselmann

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