Mittwoch, 22. November 2017

Wahl 2017: Im Tal dominiert die FPÖ, im Bund holt die ÖVP den Sieg

von Julia Wurzinger, 18.10.2017

Lavanttal. Sowohl kärntenweit als auch im Bezirk Wolfsberg verzeichneten ÖVP (+11,9%) und FPÖ (14,2%) einen Zuwachs bei den Wählerstimmen. Mit Ausnahme von Preitenegg, wo die ÖVP vor der FPÖ lag, kamen die Blauen in allen Gemeinden des Bezirks klar auf Platz eins. Im Lavanttal holten die Blauen 36,4 Prozent der Stimmen, die ÖVP belegt, trotz Zugewinne im Bezirk nur Platz drei (26,8%). Den zweiten Platz im Bezirk sicherten sich die Roten mit 28,4% (-6,9%). Auf Bundesebene ging der Sieg aber ganz klar an die ÖVP.

Markant ist, dass die Wahlbeteiligung so stark wie noch nie bei Nationalratswahlen in der Zweiten Republik angestiegen ist: Mit den noch fehlenden Briefwahlstimmen liegt sie österreichweit gegenwärtig bei 79,4 Prozent, was einen Zuwachs von 4,5 Prozent darstellt. Auch im Bezirk Wolfsberg stieg die Wahlbeteiligung von 72,7 Prozent im Jahr 2013 auf 78,35 Prozent an. Wenn die noch ausständigen rund 37.000 Wahlkarten am Donnerstag ausgezählt sind, könnte das Plus auf fünf Prozent anwachsen.
Die Tendenz der Wähler geht hin  zur Briefwahl, die mittlerweile von fast 15 Prozent als Alternative zum Wählen im Wahllokal genützt wird.  Im Bezirk Wolfsberg beanspruchten 3.496 der 43.473 Wahlberechtigten eine Briefwahlkarte.

FPÖ klarer Sieger in Wolfsberg
Starke Zuwächse im Lavanttal konnten die FPÖ (Bezirkswahlergebnis: 36,4 Prozent) und die ÖVP (Bezirkswahlergebnis: 26,8 Prozent) verzeichnen. Abgesehen von Preitenegg sind alle Gemeinden blau: In
St. Georgen war die FPÖ am stärksten und konnte über 44 Prozent der Wähler von sich überzeugen. Aber auch die NEOS konnten ihr Ergebnis im Bezirk verbessern: Während sie bei der Nationalratswahl 2013 auf rund 2 Prozent der Stimmen kamen, konnten sie dieses Ergebnis bei der diesjährigen Nationalratswahl um 1 Prozent steigern.
Starke Verluste gab es hingegen für die SPÖ und die Grünen. Am meisten verlor die SPÖ in St. Georgen, wo sie von 36,2 Prozent auf 25,6 Prozent abstürzte – also ein Minus von 10,6 Prozent zu verzeichnen hatte. Die Grünen fielen in allen Wolfsberger Gemeinden unter die 4 Prozent-Hürde. Das schwächste Ergebnis verzeichneten sie in Lavamünd, wo sie nur 0,5 Prozent der Stimmen für sich entscheiden konnten.

Zwei Lavanttaler fix im Nationalrat
Wolfgang Knes (SPÖ), der bereits seit 2013 als Abgeordneter im Nationalrat vertreten wird, hat ein Grundmandat: Er war Spitzenkandidat im Wahlkreis-Ost, der die Bezirke Wolfsberg, St. Veit und Völkermarkt umfasst. Neben ihm wird auch Christian Ragger (FPÖ) in den Nationalrat einziehen: Er war auf der Liste im Wahlkreis-Ost erstgereiht und auf der Landesliste Zweiter.
Noch ungewiss ist ein Abgeordnetenplatz für Johann Weber, der für die ÖVP im Wahlkreis-Ost als Spitzenkandidat antrat. Nach aktuellem Stand ist es aber eher unwahrscheinlich, dass er eine Chance auf ein Mandat haben dürfte.

Julia Wurzinger

wurzinger@unterkaerntner.at

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