Sonntag, 22. Oktober 2017

Nach Streit: Tschetschenen meldeten sich zu Wort

von Michael Swersina, 06.10.2017

Wolfsberg. Am Mittwoch kam es zu einer Auseinandersetzung zwischen Tschetschenen und Afghanen in der Bezirksstadt – die Unterkärntner Nachrichten haben darüber berichtet. Nun meldeten sich die drei am Vorfall beteiligten Tschetschenen zu Wort.
Laut Polizeibericht gab es zunächst im Kapuzinerpark Streitigkeiten zwischen einer Gruppe von fünf Tschetschenen und drei afghanischen Asylwerbern. „Das ist nicht richtig. Ich war am Nachmittag im Park und wurde dort von einer Gruppe Afghanen angemacht. Da ich alleine war, bin ich einfach weggegangen. Es war ja auch nicht das erste Mal, dass ich von ihnen angemacht wurde“, erzählt der 16-jährige Tschetschene A.

Danach erzählte er seinen Freunden von dem Vorfall. „Ich war gerade in Wolfsberg eine Freundin besuchen, als mir A. erzählt hat, was im Park passiert ist. Also sind wir zu dritt zu dem Asylheim in St. Stefan gefahren und wollten die Sache mit den Afghanen ausreden“, erzählt H., der weiter ausführt: „Ein afghanischer Freund von A. ging dann in das Haus und wollte dort das Problem klären. Aber nach rund zehn Minuten hörten wir bereits aus dem Haus lautes Geschrei und dann waren auch schon 10 bis 15 Afghanen vor dem Haus, die herumgeschrien haben und auch sehr aggressiv waren. Die Betreuer wollten die Gruppe beruhigen, haben es aber nicht geschafft. Die Afghanen haben uns beleidigt und auch Stöcke und andere Sachen nach uns geworfen.“
Dadurch entwickelte sich eine kurze Rauferei zwischen den Tschetschenen und einigen Afghanen, die aber durch das Eintreffen der Polizei rasch beendet wurde.

„Die Asylwerber wurden dann von der Polizei ins Heim zurückgeschickt und uns haben die Beamten befragt. In einer Wiese hat die Polizei ein paar Waffen (Anm.: laut Polizeibericht waren es eine Schreckschusspistole, Baseballschläger, Messer usw.) gefunden. Das waren aber nicht unsere Sachen, die gehören uns nicht, das waren Gegenstände, welche die Asylanten auf uns geworfen haben“, meint B.
Die Ermittlungen der Polizei dazu sind noch im Gange.

Laut Auskunft der drei Tschetschenen gäbe es in Wolfsberg kein Problem zwischen Tschetschenen und Afghanen.

Foto: UN

Michael Swersina

m.swersina@unterkaerntner.at

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